Noch ohne Namen?

Wie du die Charts mit dem perfekten Podcast-Titel stürmst – 1 Merkregel plus 15 DOs und DON’Ts!

Noch ohne Namen?

Was ich in vielen Jahren in Marketing und Werbung gelernt habe: Eine Merkregel ist nur so gut und einfach wie das dazu passende Akronym. Demnach dürfte es kaum etwas Einfacheres geben als die Podigee-AAA-Regel für gelungene Podcast-Namen: Ihr zufolge sollte der Name deines neuen Podcasts unbedingt auffindbar, aussagekräftig und auffällig sein! Diese Merkregel ist so simpel und einfach, dass sie locker in eine Zeile passt – und doch so komplex, dass wir mit ihrer Ausarbeitung Bücher füllen könnten. Glück für dich: Wir haben uns dazu entschieden, stattdessen hier unser Blog zu füllen; ganz konkret mit der AAA-Merkregel sowie 9 DOs und 6 DON’Ts, die dir helfen sollen, den perfekten Podcast-Titel zu formulieren!

Bevor es losgeht, noch eine weitere Regel – und die ist noch viel wichtiger als AAA: Nimm unsere Ratschläge hier bitte nicht bierernst (das gilt besonders für alle Ratschläge zu Wort- und Zeichenanzahl). Regeln sind schön und gut; sie helfen, einen guten Einstieg in ein Thema zu finden. Am Ende des Tages ist es jede Regel aber wert, gebrochen zu werden … das am besten dann aber mit Anlauf und voller Absicht!

1. A wie Auffindbarkeit

Die Technik

Wer in den Podcast-Verzeichnissen und -Apps gefunden werden will, muss sich an die Spielregeln halten. Anders als früher sind heute die Inhalte eines RSS-Feed-Tags (wie zum Beispiel der “title-Tag”) technisch nicht in der Länge begrenzt. Der Name deines Podcasts könnte also sehr, nein, sogar seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr lang werden. In der Praxis ist die 8-Bit-Grenze von 256 Zeichen stellenweise die einzige wirklich harte Limitierung. Ein Zeichen mehr, und die Podcast-Welt implodiert … naja, oder eben auch nicht.

Es gibt jedoch viele gute Gründe, dieses Limit nicht einmal ansatzweise auszuschöpfen. Wir empfehlen unseren Kundinnen und Kunden sogar, sich auf lediglich 100 Zeichen zu beschränken – und mit „empfehlen“ meinen wir, dass wir das entsprechende Eingabefeld auf 100 Zeichen begrenzen. Warum? In erster Linie, damit der Titel deines Podcasts in den gängigen Podcatchern und Verzeichnissen in der Darstellung nicht abgeschnitten wird. Eine Garantie ist selbst das jedoch nicht:

Wie du siehst, schneidet Pocket Casts mitunter schon nach knapp 50 Zeichen ab, Apple erlaubt in den meisten Darstellungen um die 120 Zeichen. Daraus ergibt sich auch direkt unser erstes Pärchen an DOs und DON’Ts:


Verliere dich im Titel nicht in ausschweifend-blumeranten Umschreibungen der philosophischen Grundannahmen hinter deiner multimedialen Produktion – komm einfach auf den Punkt!

Schreib deinen Titel wie du eine Pressemitteilung schreiben würdest: Das Wichtigste gleich zu Beginn!

Emojis und Schriftzeichen aus anderen Sprachen haben in deinem Titel übrigens wenig zu suchen, sofern du dich an eine Zielgruppe im deutschsprachigen Raum wendest. Das Risiko, dass Zeichen in Apps oder auf Webseiten verschluckt und durch unschöne Platzhalter ersetzt werden, ist ansonsten extrem hoch. Auch wenn die von uns ausgelieferten Feeds im Unicode-Zeichensatz encodiert sind, verlass dich besser nicht darauf, dass alle Zeichen aus dem UTF-8-Zeichensatz am Ende flächendeckend konsistent angezeigt werden. Ich würde jedenfalls nicht darauf wetten wollen, dass dir jeder Podcatcher einen Titel wie „🤯💥💣‼️⛈ ᴿᶦᶜʰᵗᶦᵍ ᶠˡᵘᶜʰᵉⁿ ᶦᵐ ᶦⁿᵗᵉʳⁿᵉᵗ 💥⛈‼️🤯💣“ ordentlich anzeigt. Also gleich noch ein Merksatz hinterher:


Verwende nach Möglichkeit keine Sonderzeichen!

Dieses DON‘T ist mir eine Herzensangelegenheit – denn das gilt nicht nur für uns, sondern für überall im Netz: Kopier keine Texte aus Microsoft Word direkt in das Eingabefeld! Dabei kommen oft unsichtbare (Steuer-)Zeichen mit, die Probleme bereiten können.

Jag am besten ab und an mal deinen Feed durch den Cast Feed Validator er wird dir sagen, ob zeichenmäßig bei dir alles okay ist!

Gesucht? Gefunden!

Wenn wir über Auffindbarkeit sprechen, müssen wir auch über SEO sprechen – also die Optimierung von Text(bestandteilen) mit dem Ziel, über Suchmaschinen bestmöglich gefunden zu werden. Das richtige Keyword am richtigen Platz wirkt oft Wunder für die eigene Sichtbarkeit. Es ist also durchaus wünschenswert, dass du bei einem Podcast über Online-Marketing tatsächlich auch das Wort „Online-Marketing“ irgendwo im Titel oder Untertitel stehen hast. Aber Moment mal: SEO? Für einen Podcast? Ist das überhaupt relevant?

Ja, ist es!

Viele Webseiten, Podcast-Verzeichnisse (etwa Chartable, Podkite und zahlreiche andere) richten automatisch generierte Seiten für alle Podcasts ein, die sie meist aus dem Apple-Podcast-Verzeichnis zusammentragen. Diese Seiten landen freilich auch in den Datenbanken der verschiedenen Suchmaschinen und führen am Ende des Tages dazu, dass dein Podcast bei Google & Co. gefunden wird, selbst wenn du gar keine eigene Webseite betreibst. Podigee-Kundinnen und -Kunden stellen wir außerdem auch eine eigene Mini-Webseite zur Verfügung, die sich an eben jenen Texten bedient, die du beim Anlegen von Podcast und Episoden in die Felder für Titel, Untertitel und Beschreibung einträgst.


Werd im Podcast-Titel – und am besten auch in allen anderen Feldern – möglichst konkret! Menschen und Suchmaschinen werden es dir danken.

Auf die Länge kommt es eben doch an!

Um die Frage „Wie gestalte ich meinen Podcast möglichst auffindbar?“ nicht nur mit Bauchgefühl und Erfahrung, sondern unter Anderem auch mit harten Fakten zu beantworten, habe ich Anfang Juni 2020 einen etwas ausführlicheren Blick in die Apple-Podcast-Charts geworfen. Wäre ja gelacht, wenn ich mir nicht bei den wirklich erfolgreichen Podcasts™️ eine Art Musterformel für Titel abschauen könnte! Ziel meiner Analyse waren die Top-15 jeder einzelnen Podcast-Kategorie im Verzeichnis. Konkret habe ich in diesem Zusammenhang die 1.387 bestplatziertesten Podcasts (verteilt auf 110 Kategorien und Unterkategorien) im Apple-Verzeichnis ausgewertet.

Erste Erkenntnis: Fast 1.400 Podcasts sind gar nicht so leicht nach Mustern zu durchsuchen. Zweite Erkenntnis: Die Titel sind im Durchschnitt auf jeden Fall kürzer, als ich das erwartet hätte. Wahrscheinlich hat das mit den im letzten Jahr geänderten Apple-Richtlinien zu tun – denn zumindest in meiner Wahrnehmung war früher mehr Keyword-Stuffing in den Podcast-Namen zu finden.

Jetzt aber ans Eingemachte – das sind die Ergebnisse meiner Auswertung: Die durchschnittliche Länge der untersuchten Podcast-Titel liegt bei exakt 28,9 Zeichen – beziehungsweise 4,4 Wörtern. Begrenzen wir die Auswahl nur auf die Erstplatzierten (statt auf die gesamten Charts), sind es 32,1 Zeichen oder 4,8 Wörter. Wie ein Blick auf die Verteilungsgrafik zeigt, sind die beiden größten Häufungen bei Podcast-Titeln mit 12 und mit 19 Zeichen Länge (jeweils 55 Podcasts haben genau diese Länge beim Titel).

Bitte versteif dich nicht allzu sehr auf diese Zahlen, aber als Erkenntnis kannst du auf jeden Fall mitnehmen:


Fass dich kurz! Und falls du dich dabei an den erfolgreichen Podcasts orientieren möchtest: Bleib bei der Betitelung deines Projekts diesseits der 50-Zeichenmarke!

Spannend außerdem: Die beiden Extreme sind einerseits ein Podcast, dessen Name lediglich aus 3 Zeichen besteht, und am anderen Ende der Skala einer mit 251 Zeichen im Titel. [Anmerkung des Autors: Ich vermeide es hier (bis auf eine Ausnahme weiter unten), einzelne Podcasts namentlich zu benennen, weil es im Rahmen dieses Artikels nicht nur positive Beispiele gibt. Alle explizit genannten Podcasts sind – sofern nicht anders angegeben – frei von mir erfunden. Falls sie aber jemand umsetzen will: feel free!]

2. A wie Aussagekraft

Über Keyword-Stuffing und Untertitel

Aber Moment mal: 251 Zeichen? Was zur …? Es handelt sich hierbei nicht etwa um eine Veröffentlichung des Dampfschifffahrtkapitänsmützenzubehörvertriebsinnongsvorsitzenden, sondern wir haben es hier mit einem Titel zu tun, der sehr wahrscheinlich NICHT den geänderten Richtlinien von Apple entspricht. Denn: Einem relativ kurzen Titel folgen extrem viele Schlagworte, darunter Städtenamen und andere Kniffe, die die Auffindbarkeit verbessern sollen. Diese naheliegende Art der Trickserei nennt sich Keyword-Stuffing, und sie scheint, zumindest im vorliegenden Fall, ganz gut zu funktionieren; ob Apple das jedoch langfristig durchgehen lässt, darf getrost angezweifelt werden. Dass der besagte Podcast seit drei Jahren besteht, nur zwei Bewertungen aufweist und trotzdem in den Top Ten seiner Kategorie steht, ist recht merkwürdig – jedoch überlasse ich es dir, daraus irgendwelche Schlüsse zu ziehen.

Ich sehe in den Daten aber noch mehr: 408 von den 1.387 betrachteten Podcasts haben einen Untertitel oder zumindest etwas, das mit Gedanken- oder Trennstrich beziehungsweise mit Doppelpunkt an den Titel angefügt wurde. Die Durchschnittsplatzierung dieser Podcasts liegt mit 7,3 relativ genau im Mittelfeld, die restlichen 979 Podcasts landen durchschnittlich etwas weiter hinten bei 8,5. Daher meine vorsichtigen Ratschläge:


Konzentrier dich auf deine wesentlichen Schlagworte!

Pack nicht krampfhaft alles in den Titel, wozu du irgendwann mal am Rande etwas zu sagen haben könntest!

Denk zumindest mal über einen Untertitel nach!

Je spezifischer dein Podcast-Titel zu einer Nischen-Zielgruppe passt, desto leichter wird er gefunden. Oder andersherum: Je allgemeingültiger und nichtssagender dein Podcast-Name, desto größer die Gefahr, dass niemand zufällig darüber stolpert oder aber beim zufälligen Darüberstolpern tatsächlich auch hängenbleibt. „Weich & kuschelig“ mag witzig klingen, beinhaltet aber null Positionierung. „MEDIEVIL: Echte Kriminalfälle aus dem Mittelalter“ bringt dich vielleicht im ersten Moment nicht gleichermaßen zum Schmunzeln, hilft aber potenziellen Neuhörenden bei der Einordnung. Auch Apple sagt in seinen Richtlinien zum Thema Podcast-Titel „Make your title specific” – werd also im Namen möglichst konkret.

Vermeide Sprachverwirrung

Fremdwörter sind immer en vogue, wobei sich insbesondere Anglizismen als echte Evergreens erweisen. Stellst du dir aber die unbedarften Hörenden vor, die in einem großen Verzeichnis zufällig genau über deinen Podcast stolpern und sich dann bei „The Great Business Mindset & Decision Podcast“ auf eine englischsprachige Episode einstellen – dann aber davon überrascht werden, dass der Podcast doch komplett auf Deutsch daherkommt. Das ist mindestens mal verwirrend, für die meisten Hörerinnen und Hörer in dieser Konstellation noch kein großes Problem. In die andere Richtung wird das schon deutlich schwieriger. Das eigentliche Problem sind hier aber nicht die Fremdwörter an sich, sondern vielmehr die Plattformen (und die Feed-Spezifikationen), die nicht wirklich gut oder zumindest nicht kategorisch nach Sprachen filtern und darstellen. Allerdings lässt sich diese Klippe ganz einfach umschiffen – zumal es massenhaft unterschätzte, aber wohlklingende Wörter in der deutschen Sprache gibt: von Kokolores bis Firlefanz, von Mumpitz bis Saumseligkeit, von Hanswurstiade bis Zwiefältigkeit. Zugegeben, das sind vielleicht nicht gerade die meistgesuchten Begriffe unter den Podcasthörenden, aber hey, es geht um Auffindbarkeit UND um Auffälligkeit. Glaub bitte nicht, dass eine solche Einschränkung dich in deiner Kreativität limitiert – tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall: Je strikter die Vorgaben, desto kreativer muss deine Lösung ausfallen.

Vielleicht ist das auch eine gute Stelle, um (ein weiteres Mal) zu betonen: Nimm bitte all diese „Vorschriften“ nicht übertrieben ernst. Falls du einen guten Grund hast, Anglizismen in deinen Podcast-Titel zu packen, mach es bitte! Vielleicht denkst du dann aber wenigstens über einen deutschsprachigen Untertitel nach – so haben wir es mit „FEED DIVE: der Podcast-Podcast mit Tiefgang“ auch gemacht.

3. A wie Auffälligkeit

Wie du richtig und wie du falsch auffällst

Auffindbar zu sein und auffällig zu sein, gehen Hand in Hand, sind aber nicht genau das Gleiche (und erst recht nicht dasselbe). Auffällige Podcast-Namen bleiben lange in Erinnerung – sie sind meist witzig und beschreibend, kreativ und verspielt, einmalig und wohlklingend. Ein gelungenes Wortspiel gehört dabei fast schon zum guten Ton und einfach buchstabieren sollte man den Namen auch noch können. Es schadet auf der anderen Seite aber nie, wenn du dir Gedanken machst, wie gut sich der geplante Titel für unflätige Verhunzungen, Spott und Hohn eignet: Namen wie „GUT ZU VÖGELN – der Birdwatch-Podcast“ oder „P. Etting präsentiert: Neue Techniken für Untenrum | der Podcast für textile Produktionsverfahren“ fallen zwar auf, jedoch nicht ausschließlich positiv.


Sei kreativ!

Biet nicht zu viel Angriffsfläche!

Denk doch auch mal einer an die Anderen!

Du kennst ja sicher den alten Spruch über den Fisch, den Angler und wem von beiden der Köder schmecken muss. Das ist beim Podcasten nicht anders: Der Titel muss deine Zielgruppe ansprechen, nicht dich. Logisch: In einer idealen Welt produzierst du freilich ein Format, das du am Ende auch selbst gerne hörst – wenn du bei der Erstellung allerdings ausschließlich an dich denkst, könnte es mit dem Erfolg in der breiten Masse schwer werden. Stell dir vor, du wärst erklärter Feind von roten Quadraten und möchtest der Welt da draußen die Augen zu diesem Thema öffnen.


Jetzt kannst du freilich hergehen und deinen Podcast „Rote Quadrate – zur Hölle mit diesem Mumpitz!“ betiteln. Oder aber du denkst an deine Zielgruppe: an die Männer und Frauen, die vielleicht noch keine gefestigte Meinung zum Thema rote Quadrate haben oder die gar absolut von roten Quadraten überzeugt sind und sich von dir erst erleuchten lassen sollen. Springen die wohl auf deinen Podcast an, der rote Quadrate ohne weiteren Kontext als höllischen Mumpitz abtut? Oder holst du die mit etwas wie „Dreiecksbeziehung – geometrische Formen und was sie auszeichnet“ vielleicht besser ab?


Ködere mit deinem Podcast-Titel die Fische, nicht die Angelnden!

Wenn wir alle individuell sind, macht uns das dann nicht alle wieder gleich?

„Sei einzigartig!“ Das ist so ein Glückskeks-Ratschlag, der jede und jeden anspricht. Wollen wir nicht alle außergewöhnlich und einzigartig sein? Aber sind wir überhaupt einzigartig, wenn alle Anderen auch einzigartig sind – oder ist Einzigartigkeit damit die neue Norm, die uns am Ende doch alle wieder gleich macht? Verwirrend, nicht wahr?

Beim Podcasting führen viele Wege ans Ziel. Einige sind gut ausgetreten und mit regem Publikumsverkehr. Andere sind verschlungen und dicht überwuchert, dafür aber auch herrlich unberührt, idyllisch und einsam. Willst du jetzt lieber der Masse hinterhertrotten, selbst auf die Gefahr hin, dass du außer dem Rücken deines Vordermanns von deinem Weg überhaupt nichts mitbekommst? Dann mach das! Oder aber wagst du lieber ein aufregendes Abenteuer auf deinem ganz eigenen Weg? Vielleicht führt er dich in eine Sackgasse. Vielleicht bringt dich der Pfad aber auch schöner und schneller an dein Ziel.

Versuchen wir es auch hier mit einem Beispiel: „Koi ahoi! Lasst uns über Fisch reden. Inspiriert von Karpfen Speckmann, Fisch Asmussen, Kiemeron Diaz“ ist selbstverständlich kein guter Podcast-Titel (und das nicht nur, weil er mit 101 Zeichen knapp zu lang ist). Es ist sogar ein derart schlecht gewählter Titel, dass Apple Podcasts ihn wahrscheinlich ablehnen oder kurzfristig aus dem Verzeichnis werfen würde. Das Keyword-Stuffing mit Namen berühmter Persönlichkeiten in Titel- und Autoren-Feldern ist leider recht verbreitet, Apple aber zunehmend ein Dorn im Auge. Sich Inspiration bei erfolgreichen Formaten zu holen, ist absolut legitim; abzukupfern und die Bekanntheit Anderer für dich auszunutzen, ist es nicht. Heißt also:


Suhl dich nicht im Glanz Anderer – du bist besser als das!

Auffällig = Außergewöhnlich = Einzigartig

Das soll jetzt kein Werbeblock werden, aber aus eigener Erfahrung weiß ich: Gewöhnliche Wörter sind eine eher mittelmäßige Grundlage für Podcast-Titel. Mein (tatsächlich existierender) Podcast heißt „Ach?“. Mit diesem Namen steht er zwar immer wieder mal in alphabetisch sortierten Empfehlungslisten ganz weit vorne, dafür ist er immens schlecht über Verzeichnis- oder Web-Suchmaschinen aufzufinden. „Ach“, „und“, „Beispiel“, „der“, „die“, „das“, „bitte“, „oder“ – das alles sind keine allzu gut geeigneten Titelwörter. In meinem Fall wollte ich wenigstens bei der URL Kreativität beweisen (sie lautet: https://das-a.ch), aber auch das würde ich mit dem Wissen von heute mindestens mal als verbesserungswürdig einstufen. (Siehe dazu auch den Punkt zur Sprachverwirrung.)

Aber: Meine Podcast-Kollegen und ich haben uns mit einem recht einzigartigen Untertitel beholfen, der dann schlussendlich doch alle AAA-Kriterien erfüllt: „Das Triumvirat für historisch inspirierte Humorvermittlung“. Auffällig? Definitiv. Auffindbar? Mit „Triumvirat“ oder „Triumvirat Podcast“ überhaupt kein Problem. Aussagekräftig? Darüber lässt sich trefflich streiten, aber „Humor“ und „Geschichte“ stehen als konzeptionelle Säulen des Formats mit im Titel. Von daher auch hier: Check; selbst wenn diese Aspekte weiter vorne im Titel womöglich besser aufgehoben wären.


Falle auf, um fast jeden Preis!

ZL;NG – Fazit und Zusammenfassung

Der Einfachheit halber hier nochmal unser Merksatz – und Kurzfassungen aller DOs und DON’Ts zum Ausdrucken, Ausschneiden und Unterskopfkissenlegen:

MERKE:

Dein Podcast-Name sollte auffindbar, aussagekräftig und auffällig sein.

DO

  1. Fass dich kurz – am besten kürzer als 50 Zeichen!
  2. Konzentrier dich auf wesentliche Schlagworte!
  3. Denk über einen Untertitel nach!
  4. Schreib das Wichtigste gleich zu Beginn.
  5. Werd möglichst konkret!
  6. Sei kreativ!
  7. Schreib deinen Podcast-Titel für die Fische – nicht für die Angelnden!
  8. Check deinen Feed auf Sonderzeichen!
  9. Fall auf, um fast jeden Preis!

DON’T

  1. Verlier dich nicht Umschreibungen!
  2. Pack nicht zu viel in den Titel!
  3. Kopier keine Texte aus Microsoft Word in ein (Internet-)Eingabefeld!
  4. Vermeide Sonderzeichen!
  5. Biet nicht zu viel Angriffsfläche!
  6. Suhl dich nicht im Glanz Anderer!