Die beste Podcast-App: Diese 7 Podcatcher solltest du kennen!

Apple Podcasts, Pocket Casts, Overcasts oder doch Spotify?

Die beste Podcast-App: Diese 7 Podcatcher solltest du kennen!

Versteh diesen Beitrag gerne als Liste an App-Empfehlungen, als Hör-Hilfestellung oder als kleinen Blick hinter die Podigee-Kulissen. Bitte aber sieh diesen Beitrag nicht als umfassenden Podcatcher-Test, als irgendeine Art von Rangliste oder als etwas anderes als unsere rein subjektive Hörerfahrungen!

Spotify

Warum nicht gleich zu Beginn die Kontroverse auf den Tisch bringen? Spotify ist gleichzeitig das ungeliebte Kind aller Podcaster – und irgendwie trotzdem das Guilty Pleasure für viele Hörerinnen und Hörer. “Ja, aber das ist doch gar kein richtiger Podcatcher!” hören wir jetzt direkt einige da draußen sagen … und so richtig widersprechen wollen wir da nicht. Fakt ist aber (und wir haben die Zahlen, das zu beweisen), dass Spotify in jeder “Die meistgenutzten Podcatcher”-Topliste ganz weit oben™️ landet.

Das hat freilich viel damit zu tun, dass der Sprung von Musik zu Podcasts für das Spotify-Klientel ein naheliegender und einfacher ist – und schön zu sehen, dass auf diesem Weg eine ganze Reihe neuer Konsumenten rüber in unser kuscheliges Podcast-Universum kommt (danke dafür, Spotify!). Wir müssen Spotify aber noch etwas anderes zugutehalten: Der einstige Musik-only-Streamingdienst verändert sich laufend. Klar geht die Weiterentwicklung bei einem Multimilliarden-Dollar-Konzern (26,5 Milliarden US-Dollar Börsenwert) nicht von heute auf morgen, aber die vergangenen Monate haben doch gezeigt, dass in der Podcast-Abteilung von Spotify viel Bewegung ist.

Download (Android) // Download (iOS) // Download (Desktop)

Vorteile:

  • gute bis sehr gute Eigenproduktionen (wenn auch längst nicht alle)
  • geräteübergreifende Synchronisation von Abonnements und Abspielfortschritten
  • interessante Kurationsmechanismen mit intelligenten, automatischen Vorschlägen
  • nur eine App für Musik und Podcasts

Nachteile:

  • gute bis sehr gute Eigenproduktionen (die es nirgends sonst zu hören gibt)
  • keine Unterstützung von Kapitelmarken
  • “musikoptimierte” Menüführung und relativ wenige podcast-spezifische Funktionen
  • nur eine App für Musik und Podcast

Apple Podcasts

“Ist einfach da.” Mit dieser Einordnung trifft Sebastian – seines Zeichens Entwickler bei Podigee – den Nagel direkt auf den Kopf: Wer mit iOS-Geräten unterwegs ist, hat nach dem ersten Auspacken (und vielleicht nach Eingabe der WLAN-Daten) direkt alles am Start für uneingeschränkten Podcast-Genuss.

Tatsächlich hat sich die lange Zeit von Apple etwas vernachlässigte App mittlerweile zu einem ernstzunehmenden Podcatcher gemausert, der vor allem mit geräteübergreifender Synchronisation punktet. Das Benutzerinterface ist dabei gewohnt apfelig – und die direkte Integration des Apple Podcasts-Verzeichnisses bringt die Mutter aller Podcast-Toplisten auf direktem Weg und schön nach Ländern sortiert auf die Podcast-Abspielgeräte. Ja, die eine oder andere Funktion fehlt (noch), aber für Neu- und Gelegenheitshörende ist das eine durchaus brauchbare Lösung.

Download

Vorteile:

  • “Ist einfach da”
  • unmittelbarer Zugriff auf Apple Podcast-Charts
  • geräteübergreifende Synchronisation – und native Integration in Homepod, Apple TV und Apple Watch
  • konsistentes Design mit anderer Software von Apple und Siri-Unterstützung

Nachteile:

  • ist nur bei iOS-Geräten „einfach da“
  • keine podcast-übergreifenden Einstellungen
  • nicht die Funktionsvielfalt anderer Podcatcher

Pocket Casts

Im Android-Universum gehört Pocket Casts zu den besten Podcatchern in Googles Play-Store. Die Entwickler haben kürzlich zwar einige ihrer Kunden verprellt, als sie im Zuge eines großen Updates von Einmalzahlungs- auf Abo-Modell umgestellt haben – jedoch haben sie nach starkem Gegenwind aus der Fangemeinde schnell wieder zurückgerudert. Die Smartphone-App ist weiterhin kostenlos, Desktop-Apps sowie einige für Podcast-Neulinge recht überflüssige Premiumfeatures gibt es fortan gegen monatliches Nachmünzen. Davon abgesehen: dicke Empfehlung für Pocket Casts – da ist so ziemlich alles drin, was sich Podcast-Süchtige wie wir wünschen können.

Download (Android) // Download (iOS) // Desktop- und Web-Apps

Vorteile:

  • massiver Funktionsumfang auch für Hardcore-Hörerinnen und -Hörer
  • intelligente, anpassbare Playlisten
  • geräteübergreifende Synchronisation
  • halbwegs konsistente Benutzererfahrung auf Smartphone, Desktop und im Web
  • umfangreiches Verzeichnis

Nachteile:

  • Menüführung mit dem letzten Update auf den Kopf gestellt – und oft zu komplexe Menüwege mit zu vielen Touches
  • podcast-spezifische Einstellungen werden nicht plattformübergreifend gespeichert
  • Preisverwirrung beim letzten großen Update — nun Abo-Preismodell für Premium-Funktionen und Desktop-Apps

Overcast

Wie Apple Podcasts ist auch Overcast nur für iOS-Geräte verfügbar – ganz anders als Apple Podcasts liefert Overcast aber einen Funktionsumfang, der kaum Wünsche offen lässt. Hier ist mit Marco Arment ein Entwickler am Werk, der nicht nur selbst regelmäßig und sehr erfolgreich in Mikrofone spricht (Accidental Tech Podcast), sondern der so viele geniale Ideen in seine App gepackt hat, dass Andere diese schon seit Jahren fleißig kopieren. Ein Beispiel? Smart Speed: Damit trimmt der Player selbstständig Sprechpausen in Podcast-Episoden, ohne aber die Sprechenden künstlich oder gehetzt klingen zu lassen. Unter ähnlichem Namen finden wir diese Option heute in nahezu allen großen Podcatchern. Schon allein deshalb hat sich Overcast unser inoffizielles Podcatcher-Premium-Gütesiegel verdient!

Download (iOS)

Vorteile:

  • Empfehlungen auf Basis abonnierter Podcasts (gespeist aus den Vorlieben anderer App-Nutzer mit ähnlichen Abonnements)
  • intuitives Interface
  • viele innovative Feature wie Smart Speed, Voice Boost und mehr
  • direktes Teilen von Episoden-Ausschnitten für Social Media

Nachteile:

  • nur für iOS verfügbar
  • begrenzte Playlist-Funktionen
  • um geteilte Clips anhören zu können, wird Overcast benötigt

Honorable Mentions

Natürlich ist die Liste an guten Podcatchern mit diesen Empfehlungen noch lange nicht erschöpft. Die Qualität bei Podcast-Abspiel-Software hat in den letzten Jahren ohnehin durch die Bank extrem zugenommen. Darum hier noch eine Handvoll weiterer Kurzvorstellungen von Podcatchern, die in keinem Empfehlungsartikel fehlen sollten:

Castro

Download (iOS) // Pro: extrem gutes Handling von vielen Abonnements // Contra: vergleichsweise teures Abo-Modell

Podcast & Radio Addict

Download (Android) // Pro: guter Funktionsumfang und Webradio-Integration // Contra: Interface etwas altbacken und überladen

AntennaPod

Download (Android) // Pro: schön gestalteter Podcatcher für lau (und ohne Werbung) // Contra: magerer Funktionsumfang

Fazit

Was unsere interne Hörendenbefragung außerdem ergeben hat: Wer sich einmal auf einen Podcatcher eingeschossen hat, wechselt nicht mehr so schnell. Klar: Es gibt mit dem OPML-Dateiformat zwar gute Möglichkeiten, Podcasts-Abonnements zwischen Apps hin- und herzureichen – gehörte Episoden, Abspielpositionen und Hörstatistiken bleiben dabei jedoch auf der Strecke. Für Power-Podcast-Hörende muss der Schmerz mit einem Podcatcher schon sehr hoch sein, um den Schmerz eines Wechsels zu einem anderen Podcatcher in Kauf zu nehmen.

Worauf es bei der Auswahl eines Podcatchers ankommt? Auf diese Frage haben wir eine kurze und eine lange Antwort – die kurze: Bedienbarkeit, Funktionsvielfalt, Zugänglichkeit zu (neuen) Podcasts. Die lange liefern wir dir bald in einem neuen Blogbeitrag nach! #StayTuned

Jetzt bist aber erst einmal du dran: Erzähl uns gerne von deinem Lieblings-Podcatcher in den Kommentaren! Warum genau diese eine App? Oder hörst du gar mit dem Browser? Welche Funktionen sind für dich obligatorisch – und auf was könntest du genauso gut verzichten?

Und die vielleicht wichtigste aller Fragen: Wann fängst du endlich mit dem Podcasten an?